| Detail-Bewertung: | Grafik:
| Sound:
| Steuerung:
| Spielspaß:
| Gesamtbewertung:
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| Pro: |  | Original-Umsetzung |  | Taktisch herausfordernd |
| | Contra: |  | Schwächen bei Laufwegen |  | Fehlende Soundeffekte |
| Entwickler / Publisher: Artificial Life |
| Testgerät(e): | Informationen:
So testen wir |
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 Der Film „Braveheart“ ist einer der atemberaubendsten und spannendsten Filme der letzten Jahre mit Mel Gibson in einer seiner besten Rollen. Artificial Life hat die Lizenz erhalten, das dazu passende Handyspiel auf den Markt zu bringen. Nun kannst auch du als William Wallace im 13. Jahrhundert für die Freiheit und Gerechtigkeit Schottlands kämpfen. Ob das Spiel genauso gut ist wie der Film, verrät unser Test.
Das Handyspiel „Braveheart“ ist ein Echtzeitstrategiespiel, bei dem du die schottischen Truppen in diversen an den Film angelehnten Schlachten führen und die englische Armee besiegen musst.
Den Einstieg ins Spiel erleichtert ein Tutorial, welches die Steuerung erklärt. Danach warten dann insgesamt 10 verschiedene Schlachten und drei Schwierigkeitsgrade auf dich und deine stetig wachsende Armee. Die einzelnen Missionen sind durch eine zumeist dem Gegner zahlenmäßig Unterlegenheit oft recht kniffelig, so dass man diese meist erst nach mehrmaligen Probieren erfolgreich bestanden sind. So läßt sich das Spiel nicht in wenigen Minuten durchspielen und fordert den Spieler heraus. Leider ähneln sich die Aufgaben der einzelnen Missionen stets und bringen so nur bedingt Abwechslung.
Etwas Variation bringt die Möglichkeit, Einheiten wie Infantrie oder Bogenschützen zu kaufen bzw. diese über verschiedene Stufen auszubauen, um die eigene Armee zu verstärken. Dies geschieht durch Gold, welches du während der einzelnen Kampagnen sammelst.
Um am Ende als Sieger dazustehen, ist vor allem taktisches Geschick wichtig, damit die Schlachten nicht zu verlustreich für die eigene Armee enden. Hetze z.B. deine Reiter auf die gegnerischen Bogenschützen, da diese hier die besten Chancen haben. Die Machtverhältnisse zwischen den einzelnen Einheiten werden während der Ladezeit (die übrigens angenehm kurz ist) der einzelnen Missionen erklärt, so dass sich diese schnell „nebenbei“ einprägen.
Kleine Extras wie Heilkraut und der Goldene Gral, die über das Spielfeld verstreut sind, bringen deinem Helden zusätzliche Fähigkeiten, mit denen er unter anderem die eigenen Truppen heilen kann. Der Gesundheitszustand der einzelnen Einheiten wird übrigens genre-typisch als kleiner Balken über den Köpfen angezeigt.
Die Grafik eines Strategie-Spieles wie Braveheart ist auf den recht kleinen Handydisplays schwierig umzusetzen. Auf der einen Seite muss der Blickpunkt möglichst weit weg vom Geschehen sein, damit der Spieler dieses gut überschauen kann. Auf der anderen Seite werden dann die zu steuernden Einheiten auf dem Display so klein, dass diese kaum noch steuerbar sind.
In diesem Spiel ist ein guter Mix gelungen. Die Action auf dem Display ist gut zu überblicken, ohne dass zu viel gescrollt werden muss. Die einzelnen Einheiten sind zwar recht klein, man kann diese aber trotzdem gut unterscheiden und auch ansteuern. Die Landschaften bestehen aus verschiedenen liebevoll gestaltenen Bäumen und Gebäuden und es fliegen Vögel umher. Im Großen und Ganzen ist die Grafik zwar manchmal etwas pixelig, aber trotzdem für ein Handyspiel sehr ansehnlich.
Untermalt wird das Spiel von sich wiederholendem Musikgedudel. Leider fehlen jegliche Soundeffekte wie Kampfgeräusche oder z.B. Marschbefehle. Diese hätten das Spiel aufgewertet und sind für eine stimmige Atmosphäre bei einem kampforientierten Strategiespiel unserer Meinung nach ein Muss.
Die Steuerung ist für ein so komplexes Spiel gut gelöst. Mit dem Steuerkreuz steuert man ähnlich wie mit einer Maus am PC die Einheiten, bestimmt wer gerade aktiv sein und wohin laufen soll. Lobenswert sind Vereinfachungen wie z.B. ein Doppelklick zum Markieren aller Einheiten, mit denen die Steuerung der Truppen mit etwas Übung gut von der Handy geht. Und auch die Pause-Funktion sei positiv erwähnt, mit der die Mission zwischendrin angehalten werden kann, um in Ruhe die nächsten Manöver und Schritte planen und befehligen zu können. Dies ermöglicht es, auch in undurchsichtigen und hektischen Zeiten einen kühlen Kopf zu behalten.
Negativ fallen allerdings einige problematische Laufwege der Einheiten auf. Diese finden manchmal den Weg nur nach mehrmaligen Befehlen und laufen so lange relativ planlos im Kreis. Dies kommt nicht so häufig vor, schmälert aber das Gesamtergebnis etwas. Hilfreich ist hier, Wege in mehreren kleineren Etappen vorzugeben, statt mit nur einer Anweisung die Einheit über das halbe Spielfeld zu jagen.
Fazit: Braveheart ist ein Echtzeitstrategiespiel mit einer komplexen, aber eingängigen Steuerung, welches leichte Schwächen z.B. bei der Abwechlsung und den Laufwegen aufweist, aber trotzdem für ein Handyspiel dieses Genres einiges zu bieten hat und für einigen Spielspaß (nicht nur bei Genre-Fans) sorgt.
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