| Detail-Bewertung: | Grafik:
| Sound:
| Steuerung:
| Spielspaß:
| Gesamtbewertung:
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| Pro: |  | realistische Umsetzung |  | umfangreiche Ausstattung |  | dre verschiedene Modi |  | toller Sound & Grafik |
| | Contra: |  | am Anfang etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung |
| Entwickler / Publisher: Gameloft |
Testgerät(e): | Sony Ericsson K800i |
| Alternativen:
| Informationen:
So testen wir |
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 Wimbledon – das älteste und prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt ist in diesen Tagen wieder im vollen Gange. Pünktlich zu dem diesjährigen Event in England hat der Publisher Gameloft vor kurzem das Handyspiel Wimbledon 2009 herausgebracht. Doch kann ein Handyspiel die Geschwindigkeit und die Faszination des Rasensports mit den kleinen gelben Filzbällen einfangen oder ist es eher – um im Tennisjargon zu bleiben – ein Unforced Error?
Das Handyspiel Wimbledon 2009 macht auf den ersten Blick einen richtig guten Eindruck mit einer sehr guten Ausstattung. Das Spiel weißt ein umfangreiches Schlagrepertoire auf. Du kannst lange und kurze Bälle mit Topspin spielen, Schläge mit einem Slice unterschneiden und auch Lobbs und Volleys sind natürlich möglich. Auch der „Becker-Hecht“ oder eine Zeitlupe bei knappen Entscheidungen fehlen nicht. Selbst das Hawk-Eye – der Videobeweis bei vermeintlichen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters - fehlt nicht – das ist Realismus pur.
Auch bei der Anzahl der Modi kann das Spiel eine gute Ausstattung vorweisen. So gibt es nicht nur einen Schnellspielmodus und das Wimbledon-Turnier zum nachspielen, sondern es gibt auch einen kompletten Karrieremodus. In diesem fängst du als mittelmäßiger Spieler an und musst dich dann durch diverse Turniere auf verschiedenen Bodenbelägen (Gras, Sand und Hartplatz) kämpfen und deine Fähigkeiten in verschiedenen Trainingseinheiten verbessern, bis dich niemand mehr schlagen kann und du die unangefochtene Nummer 1 der Welt bist. Hier kannst du dir auch deinen eigenen Spieler nach deinen eigenen Wünschen zusammenstellen. So kannst du das Aussehen, die Klamottenfarben und natürlich das Geschlecht wählen. Bei den anderen Modi hast du jeweils die Wahl zwischen vier vorgegebenen Charakteren, die aber leider keine Originalspieler sind. Das ist auch einer der wenigen negativen Punkte, die uns an diesem Spiel aufgefallen sind.
Auch bei der Grafik kann das Spiel auf ganzer Linie punkten. Die Ballwechsel laufen flüssig ohne jegliches Ruckeln über den Bildschirm. Das Spielfeld ist nicht zu klein geraten, sondern ermöglicht eine gute Übersicht (die beim Tennis sehr wichtig ist). Außerdem überzeugt das Spiel mit vielen liebevollen Details. So fehlen weder die Linienrichter noch die Zeitanzeige (auch wenn die angegebene Spielzeit nicht echt ist) oder sonst etwas, was zum Tennis dazugehört – einfach alles ist dabei. Auch beim Sound ist das Spiel ein Ass. Nach spannenden Ballwechseln klatschen die Zuschauer artig, bis sie der Schiedsrichter zur Ruhe bittet. Auch die typischen Zwischenrufe besonders engagierter Fans fehlen nicht – mit drauffolgender Ermahnung durch den Unparteiischen. Selbst die Schlaggeräusche klingen verdammt echt. In diesem Bereich hat das Spiel wirklich die volle Punktzahl verdient.
Die Steuerung des Spieles ist am Anfang etwas schwierig. Dies soll nicht bedeuten, dass wir eine bessere Idee für die Umsetzung haben, aber Tennis ist nun mal ein recht komplexer Sport, der schwierig in ein Spiel zu packen ist. Das gilt übrigens nicht nur für Handyspiele, sondern auch für alle anderen Spiele-Plattformen.
Wenn der Ball vom Gegner geschlagen wurde, musst du erst mit den Tasten 1 bis 9 (ohne die 5) in die Nähe des Balles laufen. Wenn der Ball dann in deiner Spielhälfte aufgesprungen ist (signalisiert durch ein rote Kreuz) hast du mit den Tasten 1 bis 6 die Möglichkeit, die Richtung des Schlages festzulegen. 1 bis 3 stehen dabei für lange Schläge, 4 bis 6 für kurze. Die Härte der Schläge kannst du mit der Länge des Drückens der Richtungstaste beeinflussen.
Wenn du dich an diese Steuerung gewöhnt hast, dann ist das Spielen nicht mehr allzu schwierig. Das Problem am Anfang war bei uns vor allem, dass man bei einem in der Nähe aufspringenden Ball dazu verleitet wird, die Richtungstaste für den Schlag zu früh zu drücken. Dadurch läuft der Spieler weg vom Ball und bekommt diesen nicht mehr, was natürlich zu einem Punkt für den Gegner führt. Es gibt zwar ein kleines Tutorial, das die Steuerung etc. gut erklärt. Aber bis man diese vernünftig umsetzen kann und mal ein Aufschlagspiel geschweige einen Satz oder gar ein ganzes Match gewinnt, vergehen ein paar Übungseinheiten. Dies ist aber nicht nur negativ zu bewerten, denn es zeigt auch, dass die KI der Gegner herausfordernd ist und diese nicht planlos über den Platz laufen.
Fazit: Wimbledon 2009 ist ein wirklich gelungenes Tennisspiel. Es glänzt sowohl bei Grafik und Sound als auch bei der Ausstattung. Einzig die Steuerung kann am Anfang zu dem einen oder anderen Frustmoment führen. Wer hier aber im wahrsten Sinne des Wortes am Ball bleibt und den Schläger - äääh natürlich das Handy - nicht in die Ecke pfeffert, der wird mit einem absolut realistischen und hochklassigen Handyspiel belohnt. Spiel, Satz und Sieg für Wimbledon 2009!
Vom Spiel überzeugt? Du willst dieses Spiel auch haben? Hier kannst Du es herunterladen: Downloadmöglichkeiten für dieses Handyspiel findest du hier.
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